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Informationen zur Gemeinde Bodzentyn
Die Gemeinde Bodzentyn liegt im nordöstlichen Teil der Swietokrzyskie Region am Rande der Heilig-Kreuz-Berge. Sie ist von der Schutzzone Heilig-Kreuz-Staatspark umgeben. Sie hat eine außergewöhnliche Lage, da sie an den Heilig-Kreuz-Staatspark und den Sieradowickie Naturschutzpark angrenzt zwei Gebiete, die unter das Naturschutzgesetz fallen. Bodzentyn wurde im Jahr 1355 auf dem Terrain des ehemaligen Dorfes Tarczak gegründet. Den Namen hat sie von seinem Krakauer Bischof Bodzanta erhalten. Damals, neben Kielce und Ilza, gehörte Bodzentyn im Kielcner Gebiet zum Verwaltungszentrum reicher Güter der Krakauer Bischöfe und war Bischofsresidenz.
Im 14 Jh. ließ der Krakauer Bischof Bodzanta am Ufer des Psarka Flusses ein prächtiges Schloß bauen, von dem heutzutage noch eine Ruine vorhanden ist. Im Jahre 1413 wurde Bodzentyn von dem König Wladyslaw Jagiello im Rahmen der Magdeburger Gesetze Stadtrechte zuerkannt, die aber vom Zar zurückgenommen wurden, weil die Einwohner am Aufstand von 1869 beteiligt waren. Die Stadtrechte wurden erst im Jahre 1994 zurückgegeben.
Im 18. Und 19. Jahrhundert galt Bodzentyn als regionales Industriezentrum (Schmiede, Spiegel- und Porzellanfabrik, Eisenveredelung). Der Ort Bodzentyn zählt zur Zeit 2365 Einwohner. In der Stadt findet man auf Schritt und Tritt Zeugnisse vielfältiger Kultur und interessanter Geschichte: Schloßruine der Krakauer Bischöfe, Spuren einer Stadtmauer, eine Pfarrkirche aus dem 15. Jh. mit einer wertvollen Innenausstattung (eine Stiftungstafel aus dem Jahre 1452, ein Taufbecken, ein Triptychon Eingeschlafene Maria und im Stil der Renaissancezeit das Grabmal des Bischofs Krasinski). Der Hauptaltar, ein Werk des Krakauer Künstlers Marcin Czarny, wurde aus der Wawel-Kathedrale hierher gebracht,. Auf der Liste der Bodzentyner Sehenswürdigkeiten stehen weitere Objekte: Der Czerniakiewiczow-Bauernhof aus dem Jahre 1809 (eine Zweigstelle des Museums des Kielcer Dorfes) und eine Ruine der Kirche des Heiligen Geistes, die früher als Krankenhaus diente. An der Suchedniowska Straße befindet sich ein deutscher Soldatenfriedhof für die im Jahre 1918 gefallenen Soldaten. Die Stadtverwaltung und die freiwilligen Arbeitsgruppen aus Starachowice haben die Fürsorge über die 35 Gräber übernommen.
Die Gemeinde Bodzentyn zählt insgesamt 12.000 Einwohner und umfaßt ein Gebiet von 161 qkm. Davon nehmen die Wälder des Swietokrzyski Nationalpark 73,18 qkm ein. Der Park liegt im zentralen Teil des Swietokrzyskie Gebirges und schließt die höchste Bergkette, Lysogory mit den höchsten Bergen Lysica 611 m und Lysa Gora 593 m ein.
Die am meisten charakteristischste Stelle des Swietokrzyskie Naturschutzparkes ist das sogenannte Goloborze Gesteingeschiebe auf der Bergböschung ohne Wälder.
Für den touristischen Wert des Parks sind seine unberührte Natur, reizvolle Landschaften und kulturhistorische Denkmäler entscheidend. Der Park ist ein natürlicher Lebensraum vieler seltener Tierarten und Pflanzen. Besonders interessante Fauna und Flora hat sich in den Naturschutzgebieten Lysica, Czarny Las und Mokry Bor entwickelt. Die Schönheit der Landschaft besang der prominente polnische Schriftsteller Stefan Zeromski.
Zur Gemeinde Bodzentyn gehört außerdem ein Teil des Sieradowicki Landschaftsparks mit zwei weiteren Schutzgebieten: Kamien Michniowski und Wykus! Das letztere war im Krieg Lager einer Partisanenenabteilung und des legendären Hauptmannes Ponury. Die Aussichtspunkte der Hl. Barbara und der Sieradowska-Berg bieten einen unvergesslichen Panoramablick über das Swietokrzyskie-Gebirge.
Am Rande des Berges Lysica, rund 7 km von Bodzentyn entfernt, liegt eine wahre Perle der Region, das Dorf Swieta Katarzyna (Hl. Katarzyna). Nach alten Überlieferungen soll sich dort eine heidnische Kultstätte befunden haben, später von Einsiedlern bewohnt, die die Fremden durch die Gegend geführt haben. Dann entstand hier ein Kloster. Heutzutage befindet sich hier ein Kloster des Bernhardiner-innen-Ordens.
Sw. Katarzyna hat Erstaunliches zu bieten: reizvolle Landschaften und schöne Flurkapellen! Eine von ihnen, die Sankt-Franziskus-Kapelle, ist besonders bekannt, gleich nebenan liegt der Franziskus-brunnen, dessen Quellwasser heilende Wirkung zugesprochen wird. Den Besuchern der Region stehen zahlreiche Pensionen, Ferienwohnungen bei Landwirten und Jugendherbergen zur Verfügung.
Stolz sind wir auf unser Jugendorchester, das über 40 junge und talentierte Musiker zählt. Dieses Orchester nimmt an vielen Staatskonzerten teil und hat bereits sehr viele wertvolle Preise gewonnen. Weitere beachtenswerte Erfolge erzielen unsere Sportmannschaften. Eine von ihnen ist die Lysica-Fußballmannschaft, eine andere der Jodla-Sportverein der Bodzentyner Schulen, in dem schon viele spätere Staatsmeister im Wintersport (Biathlon) die ersten Schritte ihrer Karriere gemacht haben. Dieser Verein ist am örtlichen Lyzeum tätig, das nach dem weltbekannten Maler Jozef Szermentowski benannt wurde.
Im 5 km entfernten Psary befindet sich das einzige Zentrum Polens für Satellitenverbindungen und -kommunikation.
Bodzentyn ist aber auch durch Pferdemärkte, die größten Mitteleuropas, bekannt. Diese Veran-staltungen ziehen Pferdehändler aus ganz Polen, aus der Slowakei, aus Tschechien und Italien an.
In Bodzentyn hat der Verband der Swietokrzyskie Gemeinden seinen Sitz. Er versammelt neun Gemeinden, die am Rande des Swietikrzyski Nationalparks liegen: Bodzentyn, Lagow, Gorno, Maslow, Nowa Slupia, Wasniow, Laczna und Zagnansk. Die Mitglieder des Verbandes stellen sich die Erhaltung der intakten Umwelt und die Förderung des sanften Tourismus zum Ziel.
Auf Wander- und Naturfreunde wartet hier ein wahres Paradies. Lassen Sie sich zu einer Entdeckungsreise ins Swietokrzyskie Gebirge anregen. Jeder Gast ist uns willkommen.
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